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Gerard Huiskes   landscapem

Seit wann beschäftigen Sie sich bei Ahrend schon mit dem Thema Nachhaltigkeit?

Mehr oder weniger seit Anfang an. Ich arbeite hier nun schon seit fast dreißig Jahren und war zunächst für die Produktion und Technik verantwortlich. Wir wollten unsere Produktion ausweiten, aber unsere Fabrik befand sich im Zentrum von Sint-Oedenrode. Durch unser Unternehmen roch es dort unangenehm, es gab zu viel Lärm und auch zu viel Verkehr durch das Dorf. Eigentlich hätte Ahrend von dort weg gemusst. Wir sind aber diese Probleme angegangen, indem wir die Gebäude- und Produktionsprozesse verbessert und in neue Anlagen investiert haben und auf umweltfreundlichere Lacke umgestiegen sind, wobei wir alle Mitarbeiter in diesen Veränderungsprozess mit einbezogen haben.

Bis heute setzen wir auf Nachhaltigkeit: Wir reduzieren weiterhin CO2, verbrauchen so gut wie kein Wasser und gehen achtsam mit Abfall um. Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft kommen jetzt in Mode, aber wir waren unserer Zeit schon weit voraus. Die Triebfeder dieser Entwicklung war das Dorf.

Fabriek / Factory Sint Oedenrode   landscapem
‘Wenn ein Produkt seinen Bestimmungszweck verloren hat, will ich, dass wir es ganz einfach umgestalten können.’
Royal Ahrend Inspiration Centre in Amsterdam DSF3309

Was macht ein Produkt oder eine Umgebung nachhaltig?

Ein nachhaltiges Ahrend-Produkt ist eigentlich so etwas wie eine eierlegende Wollmilchsau. In Sachen Ausstrahlung, Funktionalität und Ergonomie muss das Design zeitlos sein. Die Materialien müssen wir wiederverwerten können, und dabei darf es auch nicht viel kosten. Die Frage ist also ständig: Wie können wir mit möglichst wenig Material ein möglichst gutes Produkt herstellen?

Ahrend ist ein Cradle-to-Cradle-Unternehmen. Das bedeutet, dass wir ausschließlich für den Menschen und die Umwelt gesunde Materialien verwenden und dafür Sorge tragen, dass nichts auf dem Müll landet. Wenn ein Produkt seinen Bestimmungszweck verloren hat, will ich, dass wir es ganz einfach umgestalten können. Aus ein paar ausrangierten Schreibtischen kann man zum Beispiel einen neuen Sitzungstisch machen. Das ist gut für den Kunden, aber auch für die Umwelt. Je einfacher wir das machen können, desto größer bleibt auch der Wert unserer Produkte.

Wo finden Sie Ihre Inspirationen?

Überall. Die Natur ist eine wichtige Inspirationsquelle, denn die Natur weiß, wie man mit einem Mindestmaß an Material und Energie die schönsten Dinge wachsen lassen kann. Das ist meiner Meinung nach ein wunderbarer Ausgangspunkt. Und ich bin auch ein sehr neugieriger Mensch. Ich möchte wissen, wie etwas funktioniert, aber auch, was Menschen antreibt oder umgekehrt auch hemmt. Ich bin immer auf der Suche nach der Frage hinter einer Frage und versuche, alles zu erklären. Ausgehend von dieser Erklärung sehe ich dann Möglichkeiten für neue Ideen und Produkte. Wir stellen im InnovationLAB diese Ideen vor und bekommen dann aus der eigenen Organisation und von den Kunden wertvolles Feedback.

 

Die Mitarbeiter von Ahrend besitzen sehr viel Know-how, aber wir können immer noch mehr lernen. Dann werden wir es auch wagen, branchenübergreifende Kooperationen einzugehen, beispielsweise mit Auping. Wir lernen sehr viel voneinander. Wich auch von unserer Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten. Jedes Jahr betreuen wir eine große Anzahl an Studierenden. Wenn sie bei uns sind, stellen wir ihnen eine Aufgabe, und von allen Seiten erhalten wir dann Lösungen, an die wir selbst niemals gedacht hätten. Das ist einfach toll. Es kommt auch regelmäßig vor, dass ein Teil der Studierenden danach bei uns arbeitet. Es ist also eine klassische Win-win-Situation.

‘Die Natur weiß, wie man mit einem Mindestmaß an Material und Energie die schönsten Dinge wachsen lassen kann.’
Politie Midden Nederland   landscapem

Wie wird sich unsere Arbeitsumgebung in den nächsten 125 Jahren verändern?

Durch die Corona-Pandemie konnten wir sehen, wie schnell Veränderungen vor sich gehen können. Das hybride Arbeiten wird sich weiter durchsetzen, und wir werden dort arbeiten, wo es für uns am praktischsten ist. Das kann bald überall sein. Nicht nur im Büro oder zuhause, sondern auch in Hubs, die im ganzen Land verteilt sind. Oder in einem selbstfahrenden Auto. Alles ist möglich, solange die Arbeitsumgebung ein gesundes und vitales Leben fördert.

Für uns ist es sehr wichtig, die technologischen Entwicklungen genau mitzuverfolgen, denn die Zeit vergeht viel schneller als man denkt. Das iPhone ist zum Beispiel erst seit relativ kurzer Zeit auf dem Markt, aber schon jetzt machen wir die ersten Schritte ins Metaversum, der neuen digitalen Welt von Facebook. Aber so sehr man sich mit den Technologien auch auskennt, sie können nicht alle Aspekte des Kreativ- und Innovationsprozesses ersetzen. Mensch bleiben aber enorm wichtig. Und angesichts der zunehmenden Alterung der Bevölkerung müssen wir sehr schonend mit ihnen umgehen.

Silence Call, Recharge 45, Recharge 100, Silence Chat Lounge, Charge   squarem
‘Für eine nachhaltige Zukunft benötigt man das Know-how der gesamten Organisation.’
Loungescape, Mevr Monroe   landscapem

Worauf sind Sie bei Ihrer Arbeit am meisten stolz?

Darauf, dass wir bei Ahrend so gut zusammenarbeiten. Das verleiht mir immer wieder neue Energie. Diese Arbeit mache ich nicht alleine. Für eine nachhaltige Zukunft benötigt man das Know-how der gesamten Organisation. Von den Mitarbeitern in der Produktion bis hin zur Unternehmensleitung. Wir benötigen aber auch die Hilfe der wissenschaftlichen Forschung und aller unserer Partner in der Lieferkette, die den gleichen Innovationsgeist mit uns teilen.

Letzten Endes tue ich das alles nicht für mich selbst. Ich tue es für meine Mitmenschen in nah und fern. Für unsere Organisation und diejenigen, die hart arbeiten und eine gute und schöne Zukunft wollen. Ich tue es für unsere Erde, für die ich mich verantwortlich fühle. Jeden Tag setzen wir uns gemeinsam für eine gesündere Zukunft und einen lebenswerteren Planeten ein.

Royal Ahrend Inspiration Center in Amsterdam 41A
  • Rob Lowiessen, Stijn Lowiessen   landscapem

    Rob und Stijn Lowiessen | Kundenbetreuer

    Vater Rob Lowiessen (60) und Sohn Stijn (28) arbeiten beide bei Ahrend, der einer natürlich schon sehr viel länger als der andere. Gemeinsam sprechen sie über ihre Zeit bei Ahrend und was sie in dieser Zeit voneinander gelernt haben.

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  • Colour portait of Mike Caljouw

    Mike Caljouw | International Sales Director

    Mike Caljouw arbeitet seit 15 Jahren für Ahrend. Als Sales Director International Key Accounts & Export erzählt er uns von der enormen Entwicklung, die das Unternehmen in den letzten Jahren erfahren hat, sowie über den letzten Ort in der Welt, an dem noch kein Ahrend-Produkt zu finden ist.

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  • Colour portrait of Euge ne Sterken sitting on Embrace sofa landscape

    Eugène Sterken | CEO Ahrend

    CEO Eugene Sterken hält bei Ahrend bereits seit acht Jahren das Ruder in der Hand. In dieser Zeit hat er viele Veränderungen miterlebt und auch veranlasst. War das immer leicht? Nein. Aber wenn man vorwärtskommen möchte, muss man sich kontinuierlich anpassen.

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